Erntedankfeier und Gottesdienst Winsener Landfrauen feierten in der Stadthalle ihr Erntedankfest

Sammelt euch nicht Schätze hier auf Erden, sondern sammelt eure Schätze im Himmel“. Mit diesen Worten aus Matthäus Kapitel 6 leitete Pastorin Johanna Reimers aus Bardowick den Erntedankgottesdienst des LandFrauenvereins Winsen in der Stadthalle ein. 165 Landfrauen waren gekommen, um gemeinsam Erntedank zu feiern. Die Vorsitzende Anette Lehmbeck begrüßte zunächst alle Teilnehmer und dankte den Landfrauen für die wunderschöne Schmückung des Altars und der Bühne mit den Früchten von Feldern und Gärten. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Gospelchor Joyful Voices St. Marien. Das Erntedankfest ist einer der wichtigsten kirchlichen Feiertage. Erntedank will darauf aufmerksam machen, an all das zu denken, was Gott für uns Gutes getan hat. Eine gute Ernte ist nicht selbstverständlich, sondern mit viel Mühen und Engagement der Landwirte verbunden. Umso wichtiger ist es, sich des Wertes der Lebensmittel bewusst zu sein und verantwortungsvoll damit umzugehen. Frau Pastorin Reimers sprach auch darüber, dass der Mensch nicht nur vom Brot allein lebt, sondern dass auch das Leben in der Gemeinschaft froh und glücklich macht. Die Kollekte, die im Anschluss an die sehr bewegende Predigt eingesammelt wurde, erbrachte 525,00 EUR, die vom Landfrauenverein an das Hospiz St. Marianus in Bardowick gespendet wurden. Nach dem anschließenden gemeinsamen Abendessen bedankte sich die Vorsitzende des LandFrauenvereins Winsen, Anette Lehmbeck, bei den Landfrauen für die Mithilfe bei den zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres wie z.B. für das Kuchenbuffet beim Run for Help (700,00 EUR Erlös wurde für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Winsen gespendet). Ein besonderer Dank ging wieder an Annegret Kröger, die eine eigene Fahrradgruppe der Landfrauen mit 40 Teilnehmerinnen am Run for Help organisiert hatte. Hervorgehoben wurde auch der Einsatz von  Annegret Kröger, Irmgard Albrecht und Waltraud Rabeler sowie der Landfrauen aus Borstel, die den diesjährigen Staudenmarkt auf den Hof Rabeler in Borstel organisiert hatten. Einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf von Kuchen und Stauden wollen die Landfrauen für die Bemalung eines Verteilerkastens in Borstel verwenden. Anette Lehmbeck bedankte sich wie in jedem Jahr auch bei Birga Peters für die Dekoration des Erntedankfestes, für die Betreuung der Landfrauen-Volkstanzgruppe und die Organisation des Nachmittags im Seniorenheim Bethesda. Das neue Veranstaltungsprogramm des LandFrauenvereins liegt wieder bei der Tourismus-Information im Marstall, in der Buchhandlung Decius und beim Landhandel Peters aus oder steht auf dieser Homepage. Es enthält wieder viele interessante Reisen, Vorträge und Kurse, zu denen auch Gäste herzlich willkommen sind.

 

  

Erntedankgottesdienst auf Platt

180 LandFrauen und Gäste feierten am Dienstag, den 04.10.2016, einen Erntedankgottesdienst auf Platt in der Winsener Stadthalle. Geleitet wurde der Gottesdienst von Prädikant Ernst August Sackmann aus Düdenbüttel bei Stade. Musikalisch begleitet wurde er dabei von den Roydorfer Bläsern. 

Vorsitzende Anette Lehmbeck begrüßte alle Teilnehmer und dankte den Landfrauen für die wunderschöne Schmückung des Altars und der Bühne mit den Früchten von Feldern und Gärten.

 „Wi höörn to Jesus Chritus, dorum wöllt wi Gott alltied Loff un Dank seggen, dat wi uns mit Singen un Beeden to em bekennen doot.“ Mit diesem Satz aus Hebr. 13, 15 begann Prädikant Ernst August Sackmann seine plattdeutsche Predigt. Er hatte für die LandFrauen sowohl die Liturgie des Gottesdienstes als auch die Liedertexte auf Platt aufgeschrieben und so konnten auch diejenigen, die kein Platt verstehen, alle Texte mitsingen und -sprechen. Pädikant Sackmann sprach in seiner Predigt über die Mühen der Ernte früher und heute. In Zeiten schlechter Ernten und sinkender Preise erinnerte er an den Wert der Lebensmittel. Insbesondere erwähnte er die Milchbauern, denen es aufgrund der niedrigen Milchpreise schlecht geht. Von den Früchten ihrer Arbeit sollten die Landwirte auch leben können.

Die Kollekte, die im Anschluss an die Predigt eingesammelt wurde, erbrachte 632,50 EUR, die vom Landfrauenverein auf 700,00 EUR erhöht wurden. Dieses Geld wird an die Deutsche Welthungerhilfe gehen und soll der Unterstützung von Frauen in Uganda, einem der ärmsten Länder Afrikas, dienen. Der Deutsche LandFrauenverband unterstützt seit langem Projekte der Welthungerhilfe. In diesem Jahr ist es das Projekt in Uganda.

LandFrauen für Uganda

Mit den Ziegen kommt die Hoffnung

Im Ziegenprojekt der Welthungerhilfe erhalten besonders arme, viehlose Haushalte Ziegen, um sich selbst langsam eine bessere Zukunft erarbeiten und die Gesundheit der Familie verbessern zu können.

Die Frauen erhalten Ziegen und kümmern sich gemeinsam um die Pflege. Das ist für Karamoja neu: Traditionell sind die Männer Eigentümer der Ziegen. Der Besitz der Ziegen bedeutet für die Frauen sozialen Aufstieg und mehr gesellschaftliche Anerkennung. 

Nach dem anschließenden gemeinsamen Abendessen bedankte sich die Vorsitzende des LandFrauenvereins Winsen, Anette Lehmbeck, bei den Landfrauen für die Mithilfe bei den zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres, wie z.B. für das Kuchenbuffet beim Run for Help (600,00 EUR Erlös wurde für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Winsen gespendet). 

Sie bedankte sich besonders bei Birga Peters für die Betreuung der Landfrauen-Volkstanzgruppe und die Organisation des Nachmittags im Seniorenheim Bethesda.

Ein besonderer Dank galt auch Annegret Kröger für die Organisation einer eigenen Fahrradgruppe des Vereins beim Run for Help sowie Renate Hagen und Marita Fritzenwanker und den Landfrauen aus  Drennhausen, Elbstorf, Marschacht und Rönne für ihr Engagement beim Staudenmarkt im Frühjahr auf dem Betriebsgelände von Lars Witthöft.

Staudenmarkt 2016 in Drennhausen

 

Nicht wie in den vergangenen Jahren auf einem Hof, sondern zwischen landwirtschaftlichen Maschinen fand in diesem Jahr der traditionelle Staudenmarkt des LandFrauenvereins Winsen statt. Der Lohnunternehmer Lars Witthöft stellte dafür den Landfrauen seinen Betriebshof in Drennhausen zur Verfügung. Und das war in diesem Jahr auch eine gute Wahl, denn auf Sonnenschein wechselte Regen und Wind und dazu war es für die Jahreszeit auch recht kalt. In der gut geheizten Werkstatt konnten die Landfrauen aus der Elbmarsch mit ihren Ortsvertrauensfrauen Marita Fritzenwanker und Renate Hagen ihr Kuchen- und Tortenbuffet aufstellen und die Gäste die leckeren selbstgebackenen Köstlichkeiten genießen. Der Andrang war riesig und Lars Witthöft und seine Mitarbeiter mussten weitere Tische und Bänke aufstellen, damit alle Gäste einen Platz fanden. Draußen warteten große Mengen Stauden aus den Gärten der Landfrauen zum Verkauf. Storchschnabel, Astern, Fetthenne, Küchenschellen, Aurikeln und vieles mehr waren nach einem wahren Besucheransturm fast ausverkauft. So viele Stauden wie in diesem Jahr hatten die Landfrauen noch nie zum Verkauf gespendet bekommen. Sicher lag es auch daran, dass es in der Elbmarsch noch auf den Höfen große alte Gärten mit einer Vielzahl typischer Bauerngartenpflanzen gibt. Auch die ganz Kleinen kamen auf ihre Kosten, wie man an dem strahlenden Gesicht von Marcel sehen kann, der auf den riesigen Trecker geklettert ist und nun von oben auf seine Oma Anette hinabsieht.

Der LandFrauenverein Winsen bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen aus dem Verein, vor und hinter den Kulissen, die zum Gelingen des Staudenmarkts beigetragen haben. Ebenfalls bedankt sich der LandFrauenverein bei Lars Witthöft für die freundliche Aufnahme und die tatkräftige Unterstützung.

Von dem Erlös aus dem Verkauf von Kuchen und Pflanzen wird der LandFrauenverein Winsen einen Teil einem gemeinnützigen Zweck zukommen lassen.

China im Wandel der Zeit

Reichtum und Armut, Wachstum und Stagnation – China ist ein Land voller Widersprüche. Ein Vortrag mit Lichtbildern von Peter Aldag aus Buchholz brachte jetzt den Mitgliedern des Winsener Landfrauenvereins dieses interessante Land näher. Herr Aldag hatte als Produktionsingenieur bei Laurens Spethmann China mehrfach über viele Jahre beruflich und später auch privat bereist und konnte dabei aus seinen persönlichen Erfahrungen und Eindrücken berichten. Der Vortrag begann mit einer Beschreibung von Shanghai, der bedeutendsten Industriestadt Chinas und eine der größten Städte der Welt. Anhand vieler spektakulärer Zahlen vermittelte Herr Aldag einiges von der Geschichte und Entwicklung dieser Stadt. So wurde der internationale Flughafen Pudong in nur einem Jahr und 10 Monaten gebaut, 7 Minuten benötigt die in Deutschland entwickelte Transrapid-Schwebebahn für die 30 Kilometer lange Strecke zwischen dem Flughafen und der Stadt. Shanghai hat 50 Universitäten, 5.000 Realschulen und über 5 Mio. Fahrräder. Es gibt Unmengen an Wolkenkratzern, der Shanghai Tower ist mit 632 Metern das zweithöchste Gebäude der Welt. Von Shanghai ging die Reise weiter nach Suzhou, 90 Kilometer von Shanghai entfernt. Suzhou ist neben der Seidenproduktion vor allem durch seine Gartenbaukunst bekannt und wird wegen seiner vielen Wasserkanäle auch das Venedig des Ostens genannt. Anhand von vielen Fotos veranschaulichte Herr Aldag seine Beschreibungen der außergewöhnlichen Gärten. Weiter berichtete er dann von einer Flusskreuzfahrt auf einem Teil des Jangtsekiang, der mit einer Länge von 6.380 km der längste Fluss Chinas und der drittlängste der Welt ist. Herr Aldag zeigte beeindruckende Bilder des Flusses und der berühmten Schluchten Qutang, Wuxia und Xiling zwischen Chongqing und Yichang. Allerdings sind diese Schluchten  heute nicht mehr so beeindruckend hoch. Grund hierfür ist das gigantische Staudammprojekt, welches 600 Flusskilometer des Jangtse in einen gigantischen See verwandelt hat. Im Drei-Schluchten-Staudamm sind 13 Städte und 1.500 Dörfer versunken, 1,4 Millionen Menschen – vor allem Bauern - mussten ihre Heimat verlassen, wurden zwangsumgesiedelt und verloren ihr Land und ihre Existenzgrundlage. Das Bauwerk ist sehr umstritten. Einerseits dient es der Verbesserung des Hochwasserschutzes, der Schiffbarkeit des Flusses und der Stromerzeugung. Anderseits sind die ökologischen Folgen dieses Staudamms absehbar. Die Fließgeschwindigkeit des Flusses wird vermindert, die Selbstreinigung funktioniert nicht mehr, Sediment und Treibsand setzten sich vor der Staumauer ab und versanden den Fluss. Darüber hinaus ist eine Vielzahl von Pflanzen und Tierarten bedroht, deren natürlicher Lebensraum zerstört wurde. Die Landfrauen bedankten sich am Ende herzlich bei Herrn Aldag für den eindrucksvollen und mit wunderschönen Bildern umrahmten Vortrag. 

 

Frauenfrühstück mal etwas anders

Nicht wie gewohnt in der Stadthalle Winsen, sondern im Gasthaus Sasse in Radbruch fand in diesem Jahr das traditionelle Frauenfrühstück statt. Nicht nur die Lokalität, auch das Frühstück selbst war anders als in den vergangenen Jahren. Statt der herkömmlichen Teller und Platten gab es ein Frühstücksbuffet. Das Buffet war hervorragend und reichhaltig und bot alles, was man sich wünschen kann: Wiener Würstchen, Rührei, Wurst und Käse, frisch zubereitete Salate, verschiedene Brotsorten und knusprige Brötchen. Und es wurde vom freundlichen Serviceteam immer wieder aufgefüllt. Auch wenn das Frühstücken etwas länger dauerte, waren sicher alle sehr zufrieden und konnten gestärkt dem folgenden humorvollen Vortrag von Frau Maike Carls lauschen.

Frau Maike Carls hat Publizistik, Niederlandistik und Erziehungswissenschaften studiert und ist Diplompädagogin für Erwachsenenbildung. „Ich bin blond, Ostfriesin, über 50, in den Wechseljahren, genetisch total verdorben und hoffnungslos chaotisch obendrein, zudem eine Quastenflosserin, weil seit dreißig Jahren mit demselben Mann verheiratet“ so stellte sich Maike Carls den Landfrauen vor. Und dann spricht sie zum Thema „Was soll der ganze Ärger“. „Das ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet ohne anderen zu nützen“. Manche Menschen ärgern sich täglich, andere seltener, dafür eventuell ausgeprägter, noch andere fast gar nicht. Wir haben Lieblingsgründe, über die wir uns immer gern ärgern: Der eigene Mann z.B. Wenn das Geschirr nicht im, sondern auf dem Geschirrspüler steht, Schuhe und Jacke herumliegen, Hund und Mann ihre Spuren hinterlassen. Wenn man sich ärgert, fällen einem alle diese Dinge ein und man gerät mit dem Fuß auf die „Schmierseifenstraße des Ärgers“. Der Ärger wächst und schadet nur uns selbst. Die Laus läuft über die Leber, die Galle läuft über, man bekommt einen dicken Hals, der Ärger geht in den Körper und verursacht Kopf- und Magenschmerzen. Und das Fatale daran ist, die anderen Personen merken davon nichts.

Eine andere Sichtweise und Einstellung kann einiges erleichtern, z.B. der Entschluss sich nicht so zu ärgern. Sollten wir nicht froh sein, dass es uns gut geht? Wir haben ein Dach über dem Kopf, können die Heizung anschalten, haben etwas anzuziehen, zu Essen und zu trinken, und wir haben seit über 70 Jahren keinen Krieg mehr. Wir meckern und quaken viel zu oft“, findet Maike Carls. Mit Handpuppen, Halskrause, Gummibällen, Kinderspielzeug und Scherzartikeln aus dem Karnevalsfachgeschäft verdeutlicht sie jeden Aspekt ihres kurzweiligen Anti-Ärger-Exkurses. Oft ist es so, dass man später über seinen Ärger lacht. Warum dann nicht gleich darüber lachen. Ein Lächeln hilft, es aktiviert Glücksbotenstoffe. Aus ihrem Fundus zauberte sie lauter wunderbare Hilfsmittel, um den Ärger verfliegen zu lassen:

Eine rosarote Brille, ein Stäbchen quer in den Mund – schon lächelt man automatisch.

Öfter mal auf einen Stuhl stellen – so bekommt man eine andere Perspektive und unterbricht das eigene Ärger-Programm.

Im Himmel die Sterne sehen und nicht das Schwarze und zu versuchen, eine andere Perspektive auf die Dinge zu haben.

Den Humor aktivieren und aufpassen, dass unsere Seele sauber bleibt.

Am Ende bedankten sich die Landfrauen mit lang anhaltendem Applaus für den humorvollen und lehrreichen Vortrag.

Jahreshauptversammlung des LFV Winsen mit Vorstandswahlen und Verabschiedung der stellvertretenden Vorsitzenden Briegitte Lindner am 26.01.2016

Der neue Vorstand

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des LandFrauenvereins Winsen mit Vorstandswahlen trafen sich 130 Mitglieder in der Stadthalle Winsen. Die Vorsitzende Anette Lehmbeck begrüßte alle Mitglieder sowie Margret Riedel und Britta Meyn vom Vorstand des Kreisverbandes der Landfrauenvereine im Landkreis Harburg.

Danach folgte der Tätigkeitsbericht durch die Schriftführerin Irmgard Marben. Irmgard hob hervor, dass die mehr als 500 Mitglieder des Vereins die zahlreichen Veranstaltungen und Reisen gut angenommen haben. Wie in jedem Jahr beteiligte sich der Verein beim Run for Help mit einem Kuchenbuffet und spendete den Erlös der Multiple Sklerose Kontaktgruppe Winsen. Weitere Höhepunkte waren der Staudenmarkt in Wittorf, dessen Einnahmen dem Kinderhospiz Sternebrücke gespendet wurden, der Vortrag von Frau Parvin Hemmecke-Otte über den Iran und die Reise auf die Insel Samos.

Im Anschluss dankte Anette Lehmbeck Marlies Niehaus aus Borstel für ihre jahrelange Arbeit als Ortsvertrauensfrau. Ihre Nachfolgerin ist Irmgard Albrecht. Auch im Vorstand gab es eine personelle Veränderung. Briegitte Lindner aus Handorf scheidet als stellvertretende Vorsitzende aus dem Vorstand aus. In ihrer Dankesrede würdigte Anette Lehmbeck das Engagement und die herausragende Vorstandsarbeit von Briegitte Lindner. 

In der anschließenden Wahl wurden folgende Mitglieder in den Vorstand gewählt:

Vorsitzende: Anette Lehmbeck

Stell. Vorsitzende: Renate Hagen

Kassenführerin: Jutta Rapold

Stell. Kassenführerin, Mitgliederverwaltung: Anne Thoms

Schriftführerin: Irmgard Marben

Stell. Schriftführerin: Marita Fritzenwanker

Pressesprecherin, Homepage: Gabriele Neubauer

Beisitzerin: Birgit Lütjens

Beisitzerin: Ute Gruchert

Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken hielt Herr Carsten Brüggemann von der Landwirtschaftskammer Hannover einen sehr interessanten Vortrag über „Deutsche Landwirte im Ausland“. Vor vielen Jahren, zum Teil vor Jahrhunderten, wanderten deutsche Landwirte aus Deutschland aus und ließen sich in anderen Ländern und Erdteilen nieder. Die Gründe hierfür waren vielfältig – Kolonialisierung, religiöse Verfolgung oder Vertreibung im Zweiten Weltkrieg. Die Deutschen, die sich in Russland ansiedelten, hatten ein schweres Schicksal und ihre Nachkommen sind heute fast alle wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

Besser geht es den deutschen Landwirten in Namibia und Südafrika, die hier allerdings mit klimatisch schwierigen Bedingungen leben müssen. Sehr erfolgreich sind deutsche Landwirte auch in Brasilien und Nordamerika. Hier sind es vor allem die Hutterer, Amish und Menoiten, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt wurden, und nach Nordamerika auswanderten. Die Hutterer, die im Gegensatz zu den Amish und Menoiten nicht die Technik ablehnen, besitzen heute große landwirtschaftliche Betriebe.

 

 

Instrumentenkarussel mit Martin Woodford

Am Sonnabend, den 07.11.2015, trafen sich rund 20 Landfrauen des Vereins bei Martin Woodford in seiner Musikschule in Stelle, um sich die verschiedensten Blasinstrumente wie Querflöte, Klarinette und Saxophon zeigen zu lassen und auch gleich auszuprobieren. Wenngleich man nicht früh genug mit dem Musizieren beginnen kann, gibt es für das Erlernen eines Instruments keinen Zeitpunkt, an dem es zu spät ist. Wenn es Freude macht, kann man auch im Alter damit beginnen. Nachdem es zuerst unglaublich schwer war, dem Instrument einen Ton zu entlocken, stellten sich am Ende der Zeit doch kleine Erfolge ein, die einige Landfrauen ermutigten, mit dem Musikunterricht zu beginnen. Wahrscheinlich werden die Schülerinnen keine Konzertsäle mehr füllen, aber vielleicht reicht es ja für ein Ständchen zur über(über)nächsten Weihnachtsfeier.

Erntedankfeier in der Stadthalle

Das diesjährige Erntedankfest feierten jetzt 150 Landfrauen des LandFrauenvereins Winsen in der wunderschön mit den Früchten von Feld und Baum geschmückten Stadthalle in Winsen. „Danken für alles, was uns widerfährt“.  Mit diesen Worten begann Pastorin Ines Bauschke aus Drennhausen ihre Predigt. Ernten und Danken sind zwei gute Worte, die gerade zum Erntedank besonders zusammengehören. Um den Samen zur Frucht werden zu lassen, bedarf es viel menschlicher Arbeit. Aber es kommt auch auf das Wirken Gottes an, damit wir die Früchte ernten können. Das Gedeihen liegt nicht nur an uns. Die Abhängigkeit von den Prozessen der Natur wird an Erntedank wieder ins Bewusstsein gerufen. In der heutigen Zeit bekommt das Erntedankfest eine zusätzliche Bedeutung. Ernten und Teilen mit denen, die nichts haben und Hunger leiden. Frau Pastorin Bauschke spricht dabei auch die Flüchtlinge an und wie wir z.B. betroffen sind von Vorgängen im weit entfernten Syrien. Was dort geschehen ist, hat auch mit uns zu tun. Wir sind gezwungen, Flüchtlingen Schutz zu geben, sich zu kümmern und für andere da zu sein. Die Fürsorge für die Früchte, aber auch offene Augen und Fürsorge für Menschen. Gemeinsam sangen die Landfrauen begleitet von den Roydorfer Bläsern Lieder zum Erntedank. Die Kollekte, die im Anschluss an diese sehr bewegende Predigt eingesammelt wurde, erbrachte 404,56 EUR, die vom Landfrauenverein auf 500,00 EUR erhöht wurde und von den Landfrauen an das Kinder-Hospiz Sternenbrücke gespendet wurde. Nach dem anschließenden gemeinsamen Abendessen bedankte sich die stellvertretende Vorsitzende des LandFrauenvereins Winsen, Briegitte Lindner,  bei den Landfrauen für die Mithilfe bei den zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres, wie z.B. für das Kuchenbuffet beim Run for Help und beim Staudenmarkt. Sie bedankte sich besonders bei Birga Peters für die Betreuung der Landfrauen-Volkstanzgruppe und die Organisation des Nachmittags im Seniorenheim Bethesda. Ein besonderer Dank galt auch Ilse Rieckmann und Rena Rieckmann für die Organisation des Staudenmarkts in Wittorf. Ein Dank ging auch an Rosemarie Pfennigstorf, die das Obst und Gemüse für die Dekoration der Bühne gespendet hatte und an die Landfrauen aus Roydorf und Sangenstedt fürs Schmücken. Annegret Kröger erhielt einen Dank für die Organisation einer eigenen Fahrradgruppe des Vereins beim Run for Help und Renate Putz für die Pflege des Landfrauengartens. 

 

Magdeburg - Elbe und Hundertwasser

In der Grünen Zitadelle

Einen wundervollen Tagesausflug nach Magdeburg unternahm der LandFrauenverein im August. Bei schönstem Sommerwetter ging es mit dem Eggers-Bus in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Wer die Stadt von früher kannte, war erstaunt, wie eindrucksvoll die romanischen Anlagen wie der Dom und das Kloster Unser Lieben Frauen sich in die restaurierte Altstadt einfügten.

Nach einer Stadtrundfahrt durch die Innenstadt und die schönen Parkanlagen wie den  Herrenkrug ging es zu einer Besichtigung des Doms. Dieser ist das älteste Bauwerk der Gotik in Deutschland. Beeindruckend waren die Skulpturen der klugen und törichten Jungfrauen sowie das Magdeburger Ehrenmal von Ernst Barlach. Gleich neben dem Dom befindet sich die von Friedensreich Hundertwasser geschaffene „Grüne Zitadelle von Magdeburg“, eines seiner letzten architektonischen Projekte. Sie ist als Wohn- und Geschäftshaus gebaut und bildet einen bunten Kontrast zu ihrer Umgebung aus historischen Gebäuden.

Ein stärkendes Mittagessen im Ratskeller und ein Bummel durch die Innenstadt und die kleinen Geschäfte in der Grünen Zitadelle bildeten den Abschluss dieses gelungenen Ausfluges.

LandFrauenreise nach Samos 2015

Landfrauenreise nach Samos vom 16.06. – 23.06.2015

Reisebericht

1. Tag

Um 4.30 Uhr treffen wir uns vor dem Gründerzentrum in Winsen. Mit Claudia El Zorkany, der Inhaberin des Reiseunternehmens Reisen & Speisen, und 48 Landfrauen geht es los Richtung Flughafen Fuhlsbüttel. Pünktlich kommen wir an und checken am Schalter von Air Berlin ein. Nachdem kleinere Hürden wie ein vergessener Personalausweis und Kosmetik im Handgepäck  dank Claudia schnell gemeistert wurde, flogen wir pünktlich um 8.00 Uhr ab. Die Route ging über Berlin, Prag, Istanbul entlang der türkischen Grenze und nach 3 Stunden landeten wir  auf Samos.

Unser Hotel Kerveli liegt  an einem Hang mit Blick auf eine Bucht. Der Garten ist wunderschön angelegt und alles blüht. Nachdem die Schlüssel ausgegeben sind – wir sind in verschiedenen Häusern untergebracht, alle Zimmer haben Meerblick – treffen wir uns zum Mittagessen auf einer mit Stroh gedeckten Terrasse.


2. Tag

Heute teilen wir uns in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe geht auf eine Rundfahrt über die Insel, die andere Gruppe trifft sich zu einem Kochkurs auf der Terrasse. Das Hotelpersonal hat alles vorbereitet: Auf dem Tisch finden wir Schürzen, Kochmützen, Schneidebretter, Messer, Schüsseln sowie Rezepte der typischen griechischen Gerichte, die wir zubereiten werden. Mit den Mützen und den Schürzen sehen wir recht lustig aus und es gibt viel Gelächter. Unter Anleitung des Hotelkochs bereiten wir Gefülltes Gemüse, Tsatsiki, Kichererbsenküchlein, gefüllte Weinblätter und griechischen Salat zu. In viele Gerichte kamen frische Pfefferminzblätter aus dem eigenen Garten des Hotels, so wie auch fast alle anderen Gewürze frisch gepflückt wurden.

3. Tag

Heute geht es zur Inselrundfahrt. Von der Bucht von Kerveli fahren wir Richtung Westen. Überall stehen Olivenbäume, sie sind der Reichtum der Insel. Die Fahrt geht durch Paleokastro mit der hübschen Platia und Pythagorion weiter zum Kloster Panagia Spilianis. Das Kloster besteht aus einer kleinen Kirche und einer kleinen Kapelle der Mutter Gottes in einer Höhle im Berg. Diese Kapelle ist die eigentliche Sehenswürdigkeit des Klosters.  Auch eine Quelle entspringt hier, sie soll heilende Wirkung besitzen. Von der Terrasse des Klosters hat man einen wunderschönen Ausblick auf Pythagorion und den teilweise antiken Hafen der Stadt, auf die Ausgrabungen am Abhang des Berges Kastri, die antiken Mauern des Polykrates und auf den kleinen Glyfada-See. Mit etwas Geduld kann man auch den Flugzeugen bei ihren Landemanövern zusehen, denn auch der Flughafen der Insel liegt hier.

Die Fahrt geht weiter zum oberhalb des Dorfes Myli gelegenen Kloster Der Großen Mutter Gottes Megali Panagia.
Bei einem Stopp bei einem Bauern kaufen wir Honig, Olivenöl, Tee, Kräuter und Rosinen. Alles ist wunderschön grün, überall in den geschützten Tälern wächst Wein. Weiter geht es Richtung Küste nach Karlovassi. Am Strand von Potami machen wir eine Mittagspause in einem typischen „blauen“ Restaurant und genießen den frischen Fisch, Calamaris oder Salat.

Weiter geht es am Meer entlang zum Tal der Nachtigallen. Es liegt an der Straße zwischen Vathi und Karlovassi. Das Flusstal entspringt im Kakodipla und dem Ampelos Gebirge und gilt als das schönste der Insel. Beeindruckend sind die wunderschönen Platanen. In einer Taverne trinken wir Kaffee und fahren dann weiter nach Kokkari.

Kokkari ist ein malerisches Fischerdorf und soll der schönste Ort der Insel sein. Es hat einen wunderschönen Kiesstrand und am Wasser reihen sich Kafenions, Tavernen und Bars. Das nächste Ziel ist Samos Stadt, die Hauptstadt der Insel.

4. Tag

Heute wurde eher gefrühstückt und um 7.30 Uhr geht es mit zwei Bussen nach Pythagorion  zum Hafen. Mit dem Schiff geht es zur Insel Patmos. Wegen des starken Wellengangs werden einige von uns seekrank und sind froh, als nach 3 Stunden das Schiff anlegt. Patmos ist eine bedeutende Insel und wird seit 1999 als Weltkulturerbe der UNESCO geführt.  Hier hat Johannes seine Offenbarung erfahren und seine Apokalypse niedergeschrieben. Die Höhle der Offenbarung befindet sich zwischen Chora und Skia.  In der Höhle sieht man drei tiefe Risse, die entstanden sein sollen, als Johannes die Stimme Gottes hörte. Auch eine Ausbuchtung ist sichtbar, in die Johannes seinen Kopf gelegt haben soll. Nach der Besichtigung der Höhle fahren wir weiter nach Chora zum Johanneskloster..

5. Tag

Heute geht es zu einer Fahrt in die Hauptstadt Vathy (auch Samos Stadt genannt). Die Ortschaft liegt im Osten der Insel und erstreckt sich fast 3 km lang an der breiten Bucht von Vathi. Hier befindet sich neben Karlovassi einer der beiden Haupthäfen der Insel.  Aber zunächst geht die Fahrt über die Vlamari-Hochebene. Spontan halten wir am Kloster Agia Zoni (Kloster des Heiligen Gürtels). Pater Amphilophios begrüßt uns und erzählt die Geschichte des Klosters.

6. Tag

9.00 Uhr ist Abfahrt ins Bergdorf Vourliotis im Norden der Insel. Vourliotis gehört zu den schönsten Bergdörfern. Durch den Wasserreichtum liegt der Ort  inmitten üppiger Vegetation mit Pinienwäldern und Weinbergen. Gleich am Orteingang befindet sich das traditionelle Brunnenhaus. Der ganze Ort besteht aus typischen alten Häusern mit samiotischen Erkern und malerischen engen Gassen. In der Taverne Blue Chairs trinken wir einen frisch gepressten Orangensaft, bevor wir mit Rebecca zur Wanderung hinunter ins Tal der Nachtigallen aufbrechen. Zunächst geht es bergab durch schattigen Wald aus Oliven, Platanen, später dann durch Weinberge. Unterwegs zeigt uns Rebecca die vielfältige Pflanzenwelt:

Salbei, Oregano, wilden Malven, Mönchspfeffer, Kermeseiche, Lorbeer, Granatapfel, Oliven, Johanniskraut,  Zistrose,
Mastixbaum und vieles mehr.


Nach ca. 3 Stunden erreichen wir nach einigen Ausrutschern in den mehrfach den Weg kreuzenden Fluss das Nachtigallental und die Busse sammeln uns ein zur Fahrt nach Kokkari.  Hier erwartet uns in einer Taverne direkt am Meer ein wunderbares Essen: Auberginen, gefüllte Paprika mit Schafskäse, Salat, gebackene Zucchini und Fleisch.


7. Tag

Heute holt uns Kapitän Andreas mit seinem Schiff „Kaiki“ direkt am Ponton des Hotels ab. Zunächst geht die Fahrt entlang der Küste nach Pythagorion. Vom Schiff hat man einen wunderschönen Blick auf die griechische und türkische Küste.


Unterwegs werden wir mit Saft, Wein, Melonen und Tomaten bewirtet. In Pythagorion besichtigen wir die Kirche, den Friedhof nd das Denkmal des Pythagoras am Hafen.

Dann geht es weiter mit dem Schiff in die Bucht von Possidonio. Das Schiff ankert direkt vor der Taverne, es sind nur ein paar Schritte und wir genießen ein wunderbares Essen direkt am Wasser.


8. Tag

Heute heißt es Abschied nehmen von der wunderschönen Insel Samos. Um 13.00 Uhr geht das Flugzeug nach Hamburg, wo wir pünktlich ankommen und von Andreas Eggers sicher nach Winsen gebracht werden.

Diese Reise war dank der wunderbaren Vorbereitung von Claudia El Zorkani unvergesslich Das Reiseprogramm war vielseitig und ließ doch Raum für Freizeit, um Sonne und Meer genießen zu können. Und auch kulinarisch war die Reise ein Genuss.

Auf den Spuren des großen Karthagers

Dokumentarfilm über Hannibal

Bei Kaffee und Kuchen unternahmen 30 Mitglieder des Vereins eine lehrreiche Reise in die Antike. Der Journalist und Produzent Jürgen A. Schulz aus Asendorf zeigte seinen Dokumentarfilm über Hannibal, den größten Kriegsherrn der Antike. In einer Einführung erzählte Herr Schulz zunächst die Entstehungsgeschichte des Films und sprach über das Leben Hannibals. Wie kam Hannibal mit seinen Elefanten über die Alpen? Vom spanischen Cartagena, über die Pyrenäen und von dort über Frankreich, die Alpen bis zum süditalienischen Krotone verfolgte das Filmteam den Feldzug Hannibals und legte dabei fast 10.000 km zu Land und 800 Seemeilen zurück. Der Film ist eine Mischung aus historischen Erkenntnissen, Bildern antiker Zeugnisse und Fotos aus heutiger Zeit mit einem erzählenden Kommentar und wirkt dadurch sehr spannend.

Hannibal wurde um 247 v. Chr. in Karthago geboren und gilt als der größte Kriegsherr der Antike. Er führte einen Jahrzehnte dauernden Krieg gegen Rom, der ihn durch halb Europa führte. Um einem Angriff Roms auf Spanien zuvorzukommen, überschritt er die Alpen mit mehr als 50.000 Soldaten, 9.000 Reitern und 37 Kriegselefanten. Durch taktische Überlegenheit und militärische Manöver gelang das Heer Hannibals bis nach Süditalien, jedoch unternahm er keinen Marsch gegen Rom, was ihm möglicherweise zum Verhängnis wurde. 202 v. Chr. erlitt Hannibal seine erste Niederlage gegen die Römer und musste nach seinem Scheitern als Magistrat von Karthago ins Exil gehen, wo er 183 v. Chr. sich vermutlich durch Gift das Leben nahm. Der Film fand viel Beifall von den Landfrauen und weckte den Wunsch nach einer ähnlichen Veranstaltung im nächsten Jahr, vielleicht über Schäfer Ast.

Stammtisch op Platt am 10.03.2015

Platt sprechen ist toll.

Platt erfreut sich großer Beliebtheit. Das konnte Briegitte Lindner erfahren, als sie den ersten Stammtisch op Platt für die Mitglieder des LandFrauenvereins Winsen organisierte. Es sollte ein gemütlicher Nachmittag im Cafe Marschendeel in Hunden werden, in kleiner Runde bei Kaffee und Kuchen ein bisschen Platt snacken. Zunächst waren es ungefähr 40, aber mit jeden Tag wuchs die Zahl und am Ende waren es über 100 Frauen, die sich anmeldet hatten. Damit hatte Briegitte nicht gerechnet und es hat ihr wohl auch so manche schlaflose Nacht bereitet, aber mit ihrem tollen Organisationstalent und gut vorbereitetem Programm hat sie den LandFrauenfrauen einen wunderschönen Nachmittag bereitet und dazu beigetragen, eine alte Sprache lebendig zu halten.  

Bethesda 2014

Bunter Nachmittag im Seniorenheim Bethesda

Am 11.10. 2014 fand wieder der kulturelle und kulinarische Nachmittag im Seniorenheim Bethesda statt, in diesem Jahr schon zum 31. mal. Die Landfrauen hatten 15 leckere Torten gebacken und unter der Leitung von Birga Peters Tänze und Lieder eingeübt. Während die Senioren Kaffee, Tee und Torte genossen, unterhielten die Landfrauen mit Volkstänzen, sangen Volkslieder und lasen unterhaltsame Geschichten und Gedichte vor. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung wieder von Alfred Evers-Fischer auf dem Akkordeon.

Erntedankfeier und Gottesdienst

Winsener Landfrauen
feierten in der Stadthalle ihr Erntedankfest

„Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn". Unter diesem Motto begingen jetzt 174 Landfrauen gemeinsam mit Pastor Markus Kalmbach und den Roydorfer Bläsern das Erntedankfest in der Stadthalle Winsen. Die Vorsitzende Anette Lehmbeck begrüßte alle Teilnehmer und dankte den Landfrauen für die wunderschöne Schmückung des Altars und der Bühne mit den Früchten von Feldern und Gärten. „Herbstzeit ist Erntezeit und Anlass, Gott zu loben und zu danken.“ Mit diesen Worten begann Pastor Kalmbach seine Predigt. Was wir ernten ist nicht selbstverständlich und wir sollten jedes Jahr dankbar für eine gute Ernte sein. Viele Menschen bekommen von der Ernte nichts mehr mit, weil es alle Lebensmittel im Supermarkt zu jeder Jahreszeit zu kaufen gibt. Auch wie viel Arbeit in der Erzeugung von Lebensmitteln steckt, ist vielen nicht bewusst. Ein Drittel der Ernte wird weggeworfen, Lebensmittel werden zur Erzeugung von Energie verwendet. Wir sollten verantwortungsvoll mit Lebensmitteln umgehen, nur so viel kaufen, wie wir verbrauchen, saisonal und regional kaufen. In diesem Jahr hatten wir eine gute Ernte, viel können wir dazu beitragen, aber ob die Ernte wirklich gut wird, liegt nicht in unserer Hand. Dafür, dass es uns gut geht, sollten wir dankbar sein: Dankbar für Gesundheit, Kleidung, Nahrung, Beschäftigung, Familie, Freunde und mehr. Durch Dankbarkeit werden wir veränderte Menschen, wird uns bewusst, wie reich beschenkt wir sind. Aus der Dankbarkeit erwächst Teilen und das gibt uns Dankbarkeit zurück. Zum Beispiel von den vielen Flüchtlingen, die jetzt unter uns leben und die uns täglich im Straßenbild begegnen. Pastor Kalmbach berichtete vom Internationalen Café im Gemeindehaus von St. Marien. Seit dem 26.10.2013 treffen sich dort jeden Samstag ehrenamtliche Helfer mit Flüchtlingen aus afrikanischen Ländern. Am ersten Nachmittag waren es 24, zu Weihnachten schon 70 Flüchtlingen, die das Café besuchten. Im Café erhalten sie Unterstützung bei Sprachkursen, Begleitung z.B. zum Arzt oder zu Behörden, hier sind sie willkommen. Am 27.09.2014 erhielt das Internationale Café den Bürgerpreis 2014 in der Kategorie Alltagshelden verliehen. Die Kollekte, die im Anschluss an diese sehr bewegende Predigt eingesammelt wurde, erbrachte 661,20 EUR, die vom Landfrauenverein auf 700,00 EUR erhöht wurde und von den Landfrauen an das Internationale Café St. Marien gespendet wurde. Nach dem anschließenden gemeinsamen Abendessen bedankte sich Anette Lehmbeck  bei den Landfrauen für die Mithilfe bei den zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres, wie z.B. für das Kuchenbuffet beim Run for Help (450,00 EUR Erlös wurde für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Winsen gespendet), den Staudenmarkt oder die  Backaktion der Landfrauen von über 600 Muffins für das Landesjugendcamp der Evangelischen Jugend in Verden. Sie bedankte sich besonders bei Birga Peters für die Dekoration des Erntedankfestes und für die Betreuung der Landfrauen-Volkstanzgruppe und die Organisation des Nachmittags im Seniorenheim Bethesda. Ein besonderer Dank galt auch Annegret Kröger für die Organisation einer eigenen Fahrradgruppe des Vereins beim Run for Help sowie Gitta Tangermann und Silvia Mennerich und den Landfrauen aus Handorf für ihr Engagement beim Staudenmarkt im Frühjahr auf dem Hof Tangermann. Margret Riedel und Jutta Rapold erhielten einen Dank für die Organisation der wunderschönen Radtour nach Husum. Nicht zuletzt ging ihr Dank auch an die Ortsvertrauensfrauen im Verein als Bindeglied zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand.

Gabriele Neubauer



 

Radtour Husum 2014

Die Winsener LandFrauen erkunden Husum und Umgebung.

Die diesjährige Fahrradtour führte 56 Winsener LandFrauen an die Nordsee. Bei einer Stadtführung in Husum wandelten die Damen auf den Spuren des großen Schriftstellers und Lyrikers Theodor Storm. Begeistert waren sie auch von dem maritimen Flair der gemütlichen Hafenstadt..

Am zweiten Tag stand eine Fahrradtour nach Friedrichstadt auf dem Programm. Bei einer Grachtenfahrt durch das „Venedig des Nordens“ bekamen die Teilnehmer humorvolle Erläuterungen zur Stadtgeschichte des kleinen Holländerstädtchens präsentiert.

Für das sichere Geleit der Fahrradstrecke sorgten 4 Mitglieder des Radsportvereins Husum. Im Namen aller bedanken sich Margret Riedel und Jutta Rapold bei Bernd Zabel und seinem Team für die tolle Führung.

Der letzte Tag war ein Naturerlebnis pur. Bei Sonnenschein und frischer Nordseebrise führte der Radweg entlang der Küstenlinie , vorbei an Schafen und Salzwiesen, zum kleinen Luftkurort Schobüll. Unter fachkundiger Leitung erfuhren die LandFrauen viel Wissenswertes über Deichbau, Kögen, Deichvorland und Vorlandarbeiten an der Nordsee. Das weltweit einzigartige Wattenmeer wurde 2009 zum Weltkulturerbe ernannt.

Fazit: Es war eine tolle Reise, die allen noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

Margret Riedel

Run For Help

Wegen der späten Ferien in Niedersachsen fand der diesjährige Run For Help schon am 18.07.2014 statt. Mehr als 700 Teilnehmer starteten auf dem Sportplatz der Berufsbildenden Schulen in den Disziplinen Halb- und Stundenlauf, Radtour, Einradfahren, Walking- und Nordic Walking u.a. In diesem Jahr war auch erstmals eine Radgruppe des Winsener LandFrauenvereins mit dabei, die die 10 km begeistert mitgefahren sind.

Das von den Landfrauen gespendete Kuchenbuffet fand wieder großen Anklang und brachte einen Erlös von ca. 450,00 €, der wie in jedem Jahr der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft  Kontaktgruppe Winsen gespendet wird.



 

Reisebericht Irland vom 14. bis 23.06.2014

Am Sonnabend, den 14.06.2014, geht es los. 45 Damen und unsere beiden bewährten Reisebegleiter vom Busunternehmen Anker aus Lüneburg, Wolfgang und Peter, machen sich bei leichtem Nieselregen auf den Weg nach Irland. Gegen Abend erreichen wir Rotterdam und unsere Fähre Pride of Hull, die wir schon von unserer Tour nach Schottland kennen.

Am Morgen nach dem Frühstück geht es von Bord. Wir fahren quer durch England und Wales auf die Insel Anglesey. Dort ist in Holyhead für uns die Schnellfähre nach Irland gebucht und abends erreichen wir Dublin.

Am ersten Tag geht es in die Wicklow Mountains in die Klosteranlage nach Glendalough. Nachmittags steht ein Besuch von Powerscourt House & Gardens auf dem Programm. Die Powerscourt Gardens liegen im Country Wicklow am Fuße des 503 m hohen Sugar Loaf Mountain nahe der Ortschaft Enniskerry knapp 20 km südlich von Dublin; sie gelten als eine der schönsten Anlagen ihrer Art in Irland und bedecken rund 190.000 m².

Am nächsten Tag steht eine Stadtrundfahrt durch Dublin, der Hauptstadt Irlands, auf dem Programm. Sehenswert sind die vielen historischen Gebäude, wie das Trinity College, das Dubliner Schloss, St. Patrick’s Cathedral, georgianische Bürgerhäuser und die vielen Parks. Nachmittags geht es weiter nach Galway an die Westküste. Galway ist die Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft. Sie liegt am Ufer der Galway Bucht, der Fluss Corrib fließt durch die Stadt.

Der 5. Tag führt nach Connemara. Wir fahren auf dem Wild Atlantic Way, einer spektakulären Küstenstraße entlang des Atlantiks durch eine wunderschöne Hochmoorlandschaft zum Killary-Fjord an der Grenze der Counties Galway und Mayo. Im Killary wird Lachs gefangen und er ist bekannt für seine Austernzucht. Wie beides schmeckt, davon können wir uns am Imbisswagen direkt an der Straße überzeugen. Nächstes Ziel ist Kylemore Abbey, wo wir die Abbey und den Garten besichtigen.

Am 6. Tag verlassen wir Galway und das Country Galway und fahren in das County Clare zu den Cliffs of Moher. Sie gehören zu den höchsten Meeresklippen Europas. Die Klippen ragen an vielen Stellen nahezu senkrecht aus dem atlantischen Ozean und erstrecken sich über mehr als acht Kilometer. Nächstes Ziel ist Bunratty Castle & Folk Park kurz vor Limerick. Mittelpunkt des Parks ist die Burg aus dem 15. Jh. Zu deren Füßen erstreckt sich der Folk Park mit original eingerichteten Bauernhäusern und landwirtschaftlichen Einrichtungen. Weiter geht es nach ist Tralee.

Von hier aus starten wir am nächsten Tag zu einer Tour entlang des Ring of Kerry, einer Traumstraße und ein Muss in Irland. Der Ring of Kerry rund um die Halbinsel Iveragh ist 170 Kilometer lang. Erster Halt ist im Kells Sheep Centre direkt am Ring.  Schäfer Brendan Ferris  erklärt uns verschiedene Schafrassen und zeigt dann eine Vorführung mit Border Collies, die mittels verschiedener Pfeiftöne Schafe in bestimmte Richtungen treiben. Wir besichtigen Portmage, einen hübschen Ort mit einem kleinen Cafe mit richtig leckerem Kuchen. Weiter geht es nach Sneem. Sneem bedeutet Knoten und so wird das Dorf scherzhaft „Knoten im Ring“ genannt. Sehendwert sind die bunten Häuser, die Brücke über den Fluss Sneem und die Kirche, die statt eines Kreuzes eine Forelle auf der Kirchturmspitze hat. Diese imposante Küstenlandschaft wird sicher allen Reisenden unvergesslich bleiben. Von Trallee aus geht es weiter in das County Cork zum Blarney Castle. Blarney Castle war ursprünglich eine Holzburg, wurde jedoch 1210 durch einen Steinbau ersetzt. An der Außenseite des oberen Wehrgangs des Bergfrieds befindet sich der Stein der Sprachgewandtheit, angeblich die Hälfte des Steins von Scone, den Kreuzritter aus dem Heiligen Land mitbrachten. Der Legende nach erlangt derjenige, der den Blarney-Stein küsst, die Gabe des freien Sprechens. Weiter in Richtung Dublin ist unser nächstes Ziel Rock of Cashel, ein Felsen, der heute ein Zeugnis christlicher Architektur in Irland ist. Die Kathedrale wurde erbaut zwischen 1235 und 1270. Neben dem Kircheneingang steht der alte Stein, auf dem die Könige von Munster gekrönt wurden.

Leider geht auch die schönste Reise zu Ende und so geht es am 9. Tag wieder mit der Fähre über die Irische See nach Holyhead in Wales. In Holyhead angekommen führt der Rückweg wieder durch Wales und England Richtung Hull. Weil wir etwas Zeit haben, fahren wir von der Autobahn nach Llanfairpwll­gwyngyllgogery­chwyrndrobwll­llantysilio­gogogoch, was so viel wie Marienkirche (Llanfair) in einer Mulde (pwll) weißer Haseln (gwyn gyll) in der Nähe (ger) eines schnellen Wirbels (chwyrn drobwll) und der Thysiliokirche (llantysilio) bei der roten Höhle (ogo goch) heißt. Mit 58 Buchstaben hat das Dorf den nunmehr längsten amtlichen Ortsnamen Europas. Mit dem Namen wurde die Ortschaft zum Touristenziel und zum bekanntesten Dorf in Wales. Nach einem Umweg in das größte Seebad in Wales, Llandudno verlassen wir Wales, fahren durch England und erreichen Hull und die Fähre Pride of Rotterdam. Der letzte Tag bietet noch einen Abstecher in eine Käserei in Holland und nach Volendam am Ijsselmeer, bevor wir wohlbehalten wieder Winsen erreichen.

Diese Reise war wieder etwas ganz Besonderes und unser Dank gilt unserem Fahrer Wolfgang und unserem Reiseleiter Peter für dieses unvergessliche Erlebnis.

Gabriele Neubauer

Tagesfahrt zum Steinhuder Meer

Ende Mai 2014 unternahmen die LandFrauen eine Fahrt zum Steinhuder Meer. Bei schönstem Wetter erreichten die Reisenden – sicher gefahren von unserem Busfahrer Andreas Eggers – Steinhude. Zu Fuß ging es auf einen Rundgang durch die Stadt. Steinhude liegt am Ufer des Steinhuder Meers, dessen Ufer bereits seit frühgeschichtlicher Zeit besiedelt wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Steinhude 1641 fast vollständig zerstört. So sind auch nur wenige ältere Fachwerkhäuser erhalten. Von den verheerenden Bränden zeugen noch viele Inschriften an den zum Teil originalgetreu wieder aufgebauten Fachwerkhäusern.  Im 18. Jahrhundert wurde die Leineweberei zum wichtigsten Wirtschaftszweig in der Gegend. Davon konnten sich die LandFrauen bei der Besichtigung der Kastenmangel überzeugen. Diese wurde 1854 von dem Ratsherren Wilhelm Bretthauer erbaut und war bis 1983 in Betrieb. Wunderschön waren die alten Leinenstoffe mit den typischen Mustern. Bereits vor Mitte des 18. Jahrhunderts gab es in Steinhude eine Schokoladenfabrikation, eine der ersten in Deutschland.

Auf dem Rundgang wurde auch das Scheunenviertel von Steinhude besichtigt. Dieses geht auf das Jahr 1756 zurück. Es wurde aus Gründen des Feuerschutzes außerhalb des historischen Ortskernes errichtet. Die Scheunen fassen an zwei Seiten einen dreieckigen Platz ein, der früher zum Dreschen diente und seit 1871 für Festveranstaltungen genutzt wird. Erst im 20. Jahrhundert begann der Ausbau des kleinen Dorfes Steinhude zum Fremdenverkehrsort. Der Zuzug von Heimatvertriebenen nach dem 2. Weltkrieg, der zunehmende Tourismus und ein bescheidener wirtschaftlicher Aufschwung führten zu einer deutlichen Vergrößerung des Ortes. Nach dem Rundgang durch die Stadt ging es dann zum Mittagessen in die „Strandterrassen“, die 1899 als „Strandhotel“ errichtet wurden und nach einem Brand 1956 wieder aufgebaut wurden. Nach dem Essen  stand eine Bootstour über den See zur Insel Wilhelmstein auf dem Programm. Mit einem „Auswanderer“ genannten Segelboot mit Motor – Motorboote sind auf dem Steinhuder Meer nicht gestattet –setzten die LandFrauen zur Insel Wilhelmstein über. Der See selbst hat eine Fläche von 29,1 km² und ist der größte See
Nordwestdeutschlands und das Herzstück des Naturparks Steinhuder Meer.  Von 1761 bis 1767 ließ Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe im See eine Insel aufschütten und auf ihr die Festung Wilhelmstein errichten. Seit 1973 gehört das Steinhuder Meer dem Land Niedersachsen. Dem ehemaligen Fürstenhaus Schaumburg-Lippe mit Sitz in Bückeburg gehört ideell die Hälfte des Sees. Dies ist eine Folge der Aufnahme des Landes Schaumburg-Lippe in das Land Niedersachsen nach dem Zweiten Weltkrieg und der daraus folgenden Gebietsreform. Zuvor gehörte der gesamte See den Schaumburg-Lippern, wie auch jetzt noch die Insel Wilhelmstein. Wieder an Land ging es dann noch zum Kaffeetrinken und nach einer Busfahrt ohne Stau erreichten wir wieder unser heimisches Winsen.



 

Staudenmarkt in Handorf

Foto: Gabriele Hülskämper

Am 12. April 2014 fand in Handorf auf dem Hof von Gitta und Heinz Tangermann der traditionelle Staudenmarkt statt. Bei herrlichem Frühlingswetter boten die Landfrauen große und kleine Schätze aus den eigenen Gärten an. Schnell waren die Raritäten wie Frauenmantel, Taglilien und Storchenschnabel ausverkauft, aber zum Glück brachten die Landfrauen immer wieder Nachschub. Der Hof Tangermann bot eine wunderschöne Kulisse mit den alten, historischen Gebäuden und den Tieren. Vor allem von den Kälbchen waren die Kinder begeistert. Zur Stärkung konnten die Gäste im Zelt und auf dem Hof leckere selbstgebackene Torten und Kuchen genießen. Vielen Dank den Handorfer Landfrauen für diesen gelungenen Staudenmarkt.

Frankenwein und Kästner für Erwachsene

Zwei dankbare Themen hatte Martin Teske vorgegeben: Einmal Erich Kästner für Erwachsene und einmal den Frankenwein. Dass Erich Kästner nicht nur unterhaltsame Kinderliteratur wie „Das doppelte Lottchen“ oder „Emil und  die Detektive“, sondern auch sehr ernste zeitkritische Texte verfasst hatte, konnten jetzt mehr als 60 Mitglieder des LandFrauenvereins Winsen im Gasthaus „Zur Linde“ in Rottorf erleben. „Besser als ein Krankenschein ist ein Schoppen Frankenwein“ begann Martin Teske und kredenzte zu Beginn eine Kostprobe des trockenen „Eckermanns Liebling“, dem großen Renner in Winsen. Weiter ging es dann mit verschiedenen frischen, fruchtigen Weißweinen von ausgewählten Winzern, die alle als Familienbetrieb geführt werden.  Dazu servierte das Team der „Linde“ eine vorzügliche Käseplatte mit Birnenchutney und Olivenbrot. Zwischen den Weinverkostungen erzählte Martin Teske aus dem Leben des Schriftstellers Erich Kästner, der, 1899 in Dresden geboren, zwei Weltkriege miterlebt hat, die sein Leben und sein künstlerisches Schaffen geprägt haben. Mit schauspielerischem Talent und passenden Verkleidungen trug Martin Teske Gedichte und Verse Kästners vor, die seine Kritik am Ersten Weltkrieg  und an der Weimarer Republik widerspiegelten. Während der Nazizeit emigrierte Kästner nicht, sondern blieb in Deutschland, obwohl seine Bücher und Schriften Opfer der Bücherverbrennung wurden. „Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen. Mich lässt die Heimat nicht fort…“ Das Kriegsende erlebte Kästner in Tirol. Nach dem Krieg zog Kästner nach München und setzte sich in zahlreichen Texten, Hörspielen und Liedern mit dem verlorenen Krieg und der Nachkriegszeit auseinander. Aber bei allem Negativen, das Kästner schilderte, hat er auch viele humorvolle komische Gedichte voll menschlicher Wärme geschrieben, von denen es natürlich auch Kostproben gab. Erich Kästner auch von seiner kritischen nachdenklichen Seite zu erleben, war ein besonderes Erlebnis für die Mitglieder des LandFrauenvereins.

G. Neubauer

Klock halv fief am 01. März 2014

Vortrag von Anette Lehmbeck zur Geschichte der Landfrauenbewegung

am 01.03.2014 in der Reihe "Klock half fief"  im Museum im Marstall


Die Wiege der Landfrauenbewegung stand in Ostpreußen. Elisabet Boehm, 1859 als Kind eines Gutsverwalters geboren, gründete 1898 in Rastenburg den ersten „Landwirtschaftlichen Hausfrauen Verein“ mit dem Ziel, der ländlichen Hausfrau berufliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungsmöglichkeit zu eröffnen. Die Landfrauenbewegung breitete sich schnell aus. 1905 gab es schon 14 regionale Vereine. Die Biene als Symbol des Fleißes wurde zum Symbol der Landfrauenbewegung und diente auch als Markenzeichen für frische landwirtschaftliche Produkte. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 fand die Arbeit des Reichsverbandes der landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine ein Ende. Nach 1945 startete der Neubeginn der Landfrauenarbeit. Ziel der Gründerinnen in Ostpreussen war es, eine gewisse Unabhängigkeit vom Wirtschaftsgeld der Ehemänner zu erreichen. Damals hatte noch der sogenannte Gehorsamkeitsparagraph seine Gültigkeit. Das war § 1354 des BGB von 1900, der dem Mann in der Ehe das Recht für alle Entscheidungen des ehelichen Lebens zusprach. Dieser § wurde erst am 18.06.1957 ersatzlos gestrichen, weil er der im Grundgesetz verankerten Gleichberechtigung von Mann und Frau widersprach.

Nach dem Krieg entstanden  die ersten LandFrauenverbände als Nachfolger der landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine. Der LandFrauenverein Winsen wurde 1947 gegründet und ist von den 15 Vereinen im Kreisverband der erste und älteste. 1948 wurde dann der Deutsche LandFrauenverband gegründet. Die Biene wurde auch der Nachfolgeorganisation als Verbandsabzeichen übernommen. Sie soll auf der einen Seite auf die sprichwörtliche Tüchtigkeit der Biene, auf der anderen Seite auf staatsbürgerliches Verantwortungsbewusstsein, Gemeinschaftssinn und soziales Engagement der Landfrauen hinweisen. 

Zum LandFrauenverein Winsen gehören 26 Ortsvereine entlang der Elbe von Marschacht bis Hoopte und von Wittorf bis Luhdorf. Aktuell hat der Verein über 520 Mitglieder. Er bietet ein umfangreiches Programm aus Vorträgen zu Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit und Ernährung, Kursen, Workshops, Film- und Theaterabenden, karitativen Aktivitäten, Reisen und Tagesausflüge. Im Kreisverband Harburg sind heute 15 Vereine mit über 5600 Mitgliedern. Der Niedersächsische LandFrauenverband besteht aus 40 Kreisverbänden mit ca. 70.000 Mitgliedern.

Bundesweit sind es 22 LandFrauenverbände mit 430 Kreis- und 12.000 Ortsvereinen und über 500.000 Mitgliedern, die im Deutschen Landfrauenverband vereint sind. Ziel des Verbandes ist die Interessenvertretung und die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Frauen im ländlichen Raum. Dazu gehören Ausbildungsmöglichkeiten, Verbesserung kultureller und sozialer Einrichtungen. Der Deutsche LandFrauenverband arbeitet eng mit dem WeltLandfrauenverband zusammen. Dieser wurde 1929 gegründet und ist mit über 9 Mio Mitgliedern in mehr als 70 Ländern aktiv.

G. Neubauer

Jahreshauptversammlung 2014 in der Stadthalle Winsen

Jahreshauptversammlung des
LandFrauenvereins Winsen (Luhe) e.V. am 28.01.2014 in der Stadthalle


Der Jahresrückblick 2013 stand auf der Tagesordnung der diesjährigen Jahreshauptversammlung des LandFrauenvereins Winsen in der Stadthalle.

Zunächst standen verschiedene Regularien wie der Jahres- und der Kassenbericht, die Entlastung des Vorstandes und die Wahl einer neuen Kassenprüferin auf der Tagesordnung. Mit einem besonderen Dank würdigte Anette Lehmbeck den
ehrenamtlichen Einsatz der Ortsvertrauensfrauen, des Vorstandes und der Mitglieder für ihren Verein.

In ihrem Tätigkeitsbericht konnte Vorstandsmitglied Margret Riedel eine positive Bilanz des vergangenen Jahres ziehen. Zahlreiche Veranstaltungen, Vorträge und Reisen prägten das Vereinsleben. So führte die Reise 2013 die Landfrauen nach Südfrankreich. Im Juni dieses Jahres geht es auf eine Rundreise durch Irland.

Beim traditionellen Frauenfrühstück hörten die Landfrauen einen nicht alltäglichen Vortrag von Annika Perlmann über ihre 4 Jahre und 1 Tag dauernden Wanderzeit als Zimmerin.

Im Dezember stand ein Besuch der Staatsoper Hamburg mit dem Ballett „Hänsel und Gretel“ auf dem Programm.

Jedes Jahr im Januar reservieren die Mitglieder das LandFrauenvereins Winsen für einen Abend einen Saal im Kino, um gemeinsam einen besonderen Film zu sehen. Diesmal war es der Film „The Help“  nach dem Roman „Gute Geister“ von Kathryn Stockett.

Ein wichtiger Punkt der Jahreshauptversammlung war die Bekanntgabe der Vereinssatzung, die aufgrund der datenschutzrechtlichen Bestimmungen überarbeitet und neu gefasst werden musste.

Es erfolgte eine Neuwahl der Schriftführerin. Frau Margret Riedel aus Roydorf schied aus dem Vorstand aus. Sie war über 10 Jahre Mitglied des Vorstandes, zuerst als stellvertretende Schriftführerin, später als Schriftführerin. Sie war maßgeblich am Aufbau der Homepage des Vereins beteiligt und hat viele neue Ideen in den Verein eingebracht. Als neue Schriftführerin wurde Irmgard Marben aus Radbruch einstimmig gewählt.

Im Anschluss an das gemeinsame Kaffeetrinken folgte dann ein Vortrag von Frau Dr. Heike Düselder, Direktorin des neu entstehenden Museums Lüneburg, über Bau und Konzept des Museums.

Gabriele Neubauer

Adventsfeier 2013 in der Stadthalle

Unsere Adventfeier am 03.12.2013 stimmte auf wunderbare Weise in die bevorstehende Weihnachtszeit ein. Eingeladen hatten wir Herrn Gerhard Furtwängler aus Beverstedt, Fotograf, Maler, Musiker, Gründer des Vereins „Die Arche“ und Reisender seit über 45 Jahren. In einem Bilderbogen über Weihnachten in Deutschland, Norwegen und Amerika führte er auf eine fotografische Reise durch die Weihnachtszeit in diesen Ländern. Aus eigenem Erleben berichtete er von Erlebnissen und Eindrücken, zeigte fantastische Fotos von Landschaften, Menschen, Weihnachtsmärkten in Deutschland, Lichtermeere in den USA und stille Landschaften in Norwegen. Was ist Weihnachten heute: Es geht um Umsatz, neue Mode für den Weihnachtsbaum, letzes Jahr Rot, heute Weiß, Geschenke und Stress. Man vergisst zu leicht, dass Weihnachten eigentlich Christi Geburt bedeutet, man sollte Ruhe finden und sich besinnen. In Norwegen kann man diese Ruhe noch finden. Der 6 Monate dauernde Winter, der Schnee und die Dunkelheit bringen Gemütlichkeit, Weihnachten wird Lachs gegessen, am Baum hängen Norwegische Flaggen, man trinkt Julebier, auf der Hütte liegt der Schnee bis ans Dach und man kann wunderbar Ski fahren. Ganz anders in Amerika. In vielen Teilen Amerikas ist es zu Weihnachten warm und grün. Alles wird mit Weihnachtsdeko versehen und strahlt mit tausenden Lichtern. Riesige Vergnügungsparks laden zum Bummeln ein. Der Erlös aus den Eintrittsgeldern wird für wohltätige Zwecke gespendet. Eingekauft wird auch, aber nicht so hektisch wie in Deutschland, da die Geschäfte 24 Stunden geöffnet haben.

G. Neubauer

Frauenfrühstück

Frauenfrühstück in der Stadthalle

Am Sonnabend, den 26.10.2013, fand das traditionelle Frauenfrühstück in der Stadthalle statt. 141 Landfrauen waren der Einladung gefolgt und nahmen an den schön gedeckten Tischen Platz. Herr Meyer und seine Mitarbeiterinnen sorgten wieder mit reichhaltigen Frühstücksplatten, Kaffee und frischen Brötchen für das leibliche Wohl. Nach anregenden Gesprächen in fröhlicher Runde hörten die Landfrauen dann einen nicht alltäglichen Vortrag von Annika Perlmann über ihre 4 Jahre und 1 Tag dauernden Wanderzeit als Zimmerin. Annika Perlmann hat in dieser Zeit viele Länder Europas, Kanada, die USA mit Alaska, Neuseeland und Australien erwandert. Dabei durfte sie sich ihrem Heimatort nicht näher als 50 km nähern. Sie musste mit wenig auskommen, ihre Kluft, die aus Hut, Jackett, Weste, Hemd (Staude), Hose, Koppel, Schuhen, Tasche aus Tüchern (Charlie) unddem Stock (Stenz) bestand, hat sie während der  ganzen Zeit täglich und bei unterschiedlichsten Temperaturen getragen. Frau Perlmann berichtete über die Besonderheiten der Walz und ihre speziellen Ausdrücke und Begriffe. Ihren Ursprung hatte die Wanderschaft im Mittelalter und war Pflicht für jeden Gesellen. Während des 3. Reiches und in der DDR war es verboten, auf die Walz zu
gehen. In den 70iger Jahren ging keiner mehr auf Wanderschaft, dann stieg das Interesse wieder. 2010 waren es aber nur noch 450 Gesellen, die auf die Walz gingen. Um auf die Wanderschaft gehen zu dürfen, musste man ledig sein, unter 30 Jahre alt, einen Gesellenbrief haben, schuldenfrei und kinderlos sein und man durfte keine Vorstrafen haben. 5,00 EUR hatte man im Gepäck und mit 5,00 EUR kehrte man wieder heim. Fürs Reisen durfte nichts bezahlt werden, Ausnahme waren Flugtickets. Annika Perlmann berichtete sehr unterhaltsam über Rotwelsch, die eigene Sprache der Wandergesellen, aus der noch heute viele Begriffe in der Umgangssprache zu finden sind. Sie erklärte u.a., woher der Begriff „Schlitzohr“ kommt. Hatte ein Wandergeselle etwas Unredliches getan, so wurde ihm der Ohrring aus dem Ohrläppchen herausgerissen und er hatte einen Schlitz im Ohr. Zum Schluss zeigte Annika Perlmann wunderschöne Fotos von Landschaften und Begegnungen, die sie während ihrer Wanderschaft gemacht hatte.

G. Neubauer

Bunter Nachmittag im Seniorenheim Bethesda

Es ist schon eine lange Tradition, dass die LandFrauen jährlich im Oktober einen kulturellen und kulinarischen Nachmittag im Seniorenheim Bethesda gestalten. Auch in diesem Jahr hatten 20 Landfrauen leckere Torten gebacken und unter der Leitung von Birga Peters Tänze eingeübt. Der Saal im Seniorenheim war bis auf den letzten Platz gefüllt und die Stühle reichten für die ca. 50 Gäste kaum aus. Während die Senioren Kaffee, Tee und Torte genossen, unterhielten die Landfrauen mit Volkstänzen, sangen bekannte Lieder und lasen unterhaltsame Geschichten und Gedichte auf Plattdeutsch vor. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung wieder von Alfred Evers-Fischer auf dem Akkordeon. Besondere Freude kam auf, als zwei Damen aus dem Seniorenheim sich in den Kreis der LandFrauen einreihten, um einen Volkstanz mitzutanzen. Auch der gemeinsame Sitztanz machte den Senioren viel Spaß, weil er eine schöne Möglichkeit ist, sich zur Musik sitzend zu bewegen, ohne körperlich besonders fit sein zu müssen. Mit einer Rose bedankte sich das Bethesda-Team im Namen der Senioren bei den LandFrauen für den gelungenen Nachmittag. Die Dankbarkeit ist aber auch bei den LandFrauen, denn das Gefühl, Freude bereitet zu haben,  gibt auch Freude zurück.

G. Neubauer

Heide-Wanderung des LFV Winsen-Luhe

Ein einmaliges Naturerlebnis ist eine Wanderung durch das Pietzmoor und die Osterheide im Landschaftsschutzgebiet Lüneburger Heide. Das erlebten jüngst die Winsener LandFrauen bei einem Besuch rund um die Heide bei Schneverdingen.

Die Gästeführer Jan Brockmann und Frau Winkelmann begleiteten uns auf unserer naturkundlichen Wanderung und wir erfuhren viel Wissenswertes über das Leben und die Natur im Hochmoorgebiet Pietzmoor. Der Torfabbau zwischen 1860 und 1960 hat zwar Spuren hinterlassen, aber der Anblick von Wasserflächen, Wäldern aus lebenden und absterbenden Birken und Kiefern, sowie typischen Hochmoorvegetationen ist unglaublich faszinierend und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Heide.

„Neues zu entdecken und Bekanntes mit anderen Augen zu sehen“, das vermittelte uns am Nachmittag unsere Gästeführerin Frau Winkelmann. Unser Ziel war das Landschaftsschutzgebiet im Höpen. Es liegt am nördlichen Stadtrand von Schneverdingen und zeigt die ganze Bandbreite der Lüneburger Heide mit weiten, blühenden Heideflächen, Wacholder und ihrer Korbimkerei.

Begeistert waren die LandFrauen auch von dem einzigartigen Heidegarten mit seinen über 150 verschiedenen Heidesorten und ca. 150.000 Pflanzen.

Für diesen erlebnisreichen und interessanten Tag in der Lüneburger Heide danken wir auch unseren Gästeführern, die einen großen Anteil daran hatten.

M. Riedel

Radtour ins Blaue

Seit über 30 Jahren findet Anfang August unsere traditionelle Fahrradtour statt – und das mit wachsender Teilnehmerzahl! 54 unternehmungslustige LandFrauen trafen sich in diesem Jahr vor der Stadthalle, um zu einer Fahrradtour „ins Blaue“ zu starten.

Der Wettergott meinte es gut mit uns und so ging es entlang des Luheradweges über Luhdorf, Bahlburg zur Garstedter Köhlerhütte. Dort wurden wir von Hartmut und Heinrich mit einem Kaffee- und Kuchenbuffet erwartet und so ließen wir es uns unter schattigen Bäumen gutgehen.

In Bahlburg besichtigten wir die neu eröffnete Straußenfarm der Familie Johannsen und bekamen interessante Einblicke über die Lebensbedingungen der Straußen. Zum Abschluss erwarteten uns Helga und Egon Emcke auf der wunderschön hergerichteten Terrasse des Tennisvereins Winsen mit einem leckeren Abendbrot.

So wurde dieser Tag wieder zu einem Erlebnis und wird hoffentlich allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben.

 

Und im nächsten Jahr werden wir vom 01.-03. August 2014 mit dem Fahrrad Husum und Umgebung erkunden.

Internationale Gartenschau Hamburg

Am 25.06.2013 stand für die LandFrauen der Besuch der Internationalen Gartenschau in Hamburg-Wilhelmsburg auf dem Programm. Unter dem Motto „In 80 Tagen um die Welt“ inszenierte die Gartenschau eine Reise durch 80 unterschiedlich gestaltete Gärten. Jeder Garten stellte dabei ein anderes Land oder einen Erdteil, eine Kultur, Religion oder Klimazone dar. Vieles war erklärungsbedürftig und so waren wir froh, dass uns ausgebildete Gartenführerinnen auf unserem Rundgang begleiteten.  Wunderschön waren die riesigen, in Bootsform angelegten Beete gleich am Eingang, die Wasserwelten und der Rosenboulevard , der an einem Graben entlang durch eine Kleingartenanlage führte und in dem knapp 8.000 Rosen blühten. In den Blumenhallen konnten wir unzählige Blumenarrangements bewundern und zum Abschluss bei einer Fahrt mit der Monorailbahn noch einmal aus der Höhe einen faszinierenden Blick auf die Gärten werfen.

G. Neubauer



 

Reise nach Südfrankreich

Die Reise des LandFrauenvereins Winsen führte in diesem Jahr nach Tarascon in Südfrankreich. Tarascon, eine wunderschöne historische Stadt, liegt am Ufer der Rhône und ist bekannt durch seine imposante Burg und die Sage von der Tarasque, dem legendären Drachen, der an den Ufern der Rhône die Reisenden verschlungen haben soll. Gelegen im Dreieck Avignon, Nîmes und Arles war die Stadt Ausgangspunkt für unvergessliche Ausflüge der Landfrauen in die westliche Provence.

Beeindruckend und imposant war der Pont du Gard, ein Aquädukt aus der Römerzeit, mit dem das Wasser nach Nîmes transportiert wurde. Stadtführungen in Avignon, Nîmes, Arles und Aix-enProvence standen ebenso auf dem Reiseprogramm wie ein Ausflug in die Camargue. Dort konnten die wilde Stiere, die berühmten weißen Pferde, Flamingos und eine wunderschöne von Tümpeln und Seen überzogene Landschaft bewundert werden. In Saintes Maries de la Mer, einem Wallfahrtsort am Mittelmeer, standen der Besuch der Kirche Notre-Dame-de-la-Mer mit den Marienstatuen auf dem Programm. Wer wollte, konnte auch schon ein kleines Bad im Mittelmeer nehmen. Weitere Höhepunkte waren die Besichtigung des Weingutes Mas des Tourelles mit antiker römischen Weinproduktion und der Ölmühle Mas des Barres in Maussane les Alpilles. In der Ölmühle lernten die Landfrauen die Herstellung von Olivenöl kennen, angefangen von der Pflege der Olivenbäume, der Ernte und der Verarbeitung der Oliven. Beeindruckend war auch das Bergdorf Les Baux-de-Provence am Südhang der Alpilles auf einem Plateau, welches die Umgebung um 200 Meter überragt. 

Fazit dieser Fahrt: Die Provence war eine Reise wert und die Landfrauen freuen sich schon auf die kommende Reise im nächsten Jahr nach Irland.

G. Neubauer

Traditioneller Staudenmarkt 2013

Der traditionelle Staudenmarkt unseres LandFrauenvereins fand in diesem Jahr in Radbruch statt.

Auf dem Hof von Hildburg und Wilhelm Marben hatten die Radbrucher LandFrauen unter der Federführung von Ortsvertrauensfrau Inge Dittmer und Vorstandsmitglied Irmgard Marben eine vielfältige Auswahl an Stauden, Pflanzen und Gehölzen aus dem eigenen Garten zusammengetragen.

Die Resonanz war überwältigend: Dahlienknollen, Fingerhut, Frauenmantel, Primeln, kleine Bäumchen und Kräuter wie Bärlauch wechselten schnell den Besitzer.

Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. In dem mit Blumen geschmückten Zelt wartete ein großes Tortenbüfett der LAndfrauen mit über 30 selbstgebackenen Torten und Kuchen auf die Besucher. So konnte man bei einem Plausch in gemütlicher Atmosphäre die leckeren Köstlichkeiten genießen.

Vielen Dank allen fleißigen „Bienen“ für diesen gelungenen und erfolgreichen Nachmittag!

M.Riedel

Viel Programm zum 66. Geburtstag

240 Gäste feierten mit dem LandFrauenverein Winsen

„Mit 66 Jahren ist noch lang noch nicht Schluss“, heißt es im gleichnamigen Lied von Udo Jürgens. Dass das stimmt, darin waren sich auch die Mitglieder des Winsener LandFrauenvereins bei ihrer Geburtstagsfeier in der Stadthalle einig. Rund 240 Gäste konnte die erste Vorsitzende Anette Lehmbeck begrüßen.

Der Winsener Verein ist mit seinen 66 Jahren der älteste LandFrauenverein im Landkreis Harburg und hat über 500 Mitglieder.

Mit einem humorvollen Abend wurde dieser Geburtstag am internationalen Frauentag gefeiert.

Am 2. Februar 1898 gründete Elisabeth Böhm gemeinsam mit 15 Frauen aus Stadt und Land in Rastenburg (Ostpreußen) den ersten landwirtschaftlichen Hausfrauenverein. Das Wissen um die Erzeugung im Gartenbau und in der Geflügelzucht hatte in der Ausbildung der Töchter und Hausangestellten einen hohen Stellenwert In den Statuten stand die Vermehrung der Kenntnisse durch gegenseitige Belehrung, Vorträge und Lehrgänge auf allen Gebieten, in denen sich Hausfrauen auskennen.

„An den Grundsätzen hat sich bis heute nichts geändert“, erklärte die erste Vorsitzende. Die Mitgliedschaft im LandFrauenverein ist unabhängig vom Alter, Familienstand, Lebensabschnitt, Beruf und Konfession. Heute bietet sich den Frauen ein großes Angebot an Vorträgen, Seminaren und Arbeitskreisen.

Vier Stunden Programm wurde dem Publikum geboten. Die Tanzgemeinschaft Elbdeich, die Linedance-Gruppe Wheel Breaker aus Radbruch sowie das Turniertanzpaar Marco und Silke Heller aus Wittorf begeisterten das Publikum, und der LandFrauenvorstand hatte sogar einen Cancan einstudiert .Humorvoll präsentierte sich die Jugendfeuerwehr Rottorf. Mit ihrem Sketch „Im Wartezimmer“ ließen Sandra Mennerich, Lea Marie Trominski und Kim Schimanski das Publikum an allerlei „Schluderkram“ teilhaben. Zu den musikalischen Programmpunkten zählten die Auftritte des Spielmannzuges Wittorf, der Harmonikanten und des Chores Chorios unter der Leitung von Stefan Ropßberg. Das LandFrauenlied mit der Klavierbegleitung von –Stefan Hormes bildete den Abschluss der kurzweiligen Veranstaltung..

WA vom 12.03.13

Jahreshauptversammlung 2013

Der Jahresrückblick 2012 und eine Vorschau auf das kommende Jahr standen auf der Tagesordnung der diesjährigen Jahreshauptversammlung des LandFrauenvereins Winsen. Dazu hatten sich 119  Mitglieder des Vereins in der Stadthalle in Winsen eingefunden. Vorsitzende Anette Lehmbeck begrüßte auch Gäste wie die Ehrenvorsitzende des Vereins Annemarie Sporleder, Britta Meyn vom Kreisverband Harburg und Herr Langner und sein Team vom Weißen Ring in der Stadthalle.

Zunächst standen verschiedene Regularien wie der Kassenbericht, die Entlastung des Vorstandes und die Wahl einer neuen Kassenprüferin auf der Tagesordnung. In ihrem Tätigkeitsbericht konnte Vorstandsmitglied Margret Riedel eine positive Bilanz des vergangenen Jahres ziehen. Neben zahlreichen Veranstaltungen, Vorträgen und Reisen engagierten sich die Landfrauen wieder beim Run for Help, im Landfrauengarten und im Seniorenheim Bethesda und organisierten einen Staudenmarkt in Oldershausen. Insgesamt 1.050,00 EUR konnten so an Spenden an gemeinnützige Organisationen wie die Winsener Kontaktgruppe der Multiple Sklerose Gesellschaft, die St. Gertrud Stiftung Pattensen und die Hilfsorganisation Hand in Hand übergeben werden.

Im Anschluss an das gemeinsame Kaffeetrinken folgte dann ein Vortrag von Herrn Karl-Heinz Langner vom Weißen Ring Außenstelle Harburg (Kreis) in Hollenstedt (04165/2160470). Herr Langner berichtete über die Arbeit des Vereins, der sich die Unterstützung von Kriminalitätsopfern und die Prävention von Straftaten zur Aufgabe gemacht hat. Anhand von Alltagssituationen erläuterte er anschaulich, wie schnell man Opfer einer strafbaren Handlung werden kann und wie wichtig hierbei Information und Vorbeugung sind. Das Wissen um die vielen Tricks der Straftäter schärft die Aufmerksamkeit im Alltag. Auch Zivilcourage ist unabdingbar für ein zivilisiertes Gemeinwesen. Aber wie weit darf der Mut, freiwillig zu helfen, gehen, ohne dass sich der Versuch ins Gegenteil verkehrt. Hierzu gab Herr Langner wichtige Verhaltensempfehlungen. Der informative und spannende Vortrag wurde von den Landfrauen mit viel Beifall bedacht und kann auch anderen Gruppen und Vereinen sehr empfohlen werden.

G. Neubauer

Adventsfeier 2012

„Alle Jahre wieder“ kommt der LandFrauenverein Winsen zur traditionellen Adventsfeier in der mit Kerzen, roten Weihnachtssternen und Tannen geschmückten Stadthalle zusammen. 121 LandFrauen folgten der Einladung, um gemeinsam zu feiern.

Zu Gast war die Musikschule Winsen mit dem Streicher-Ensemble „Fidelio“ unter der Leitung von Katrin Franzius, am Flügel Dirk Franzius.

Die kleinen - fast schon professionellen - Streicher eröffneten ihr Repertoire mit der Eurovisionsmelodie und begeisterten das Publikum mit einem barocken Kanon von Philipp Telemann für 4 Violinen, mit Rock the Blues oder der Filmmusik  „Die Kinder des Monsieur Mathieu“. Tosender Beifall war der Lohn dieses gelungenen Auftritts!

„Gelobet sei der da kommt, ein König im Namen des Herrn“, eine stimmungsvolle, adventliche Atmosphäre verbreiteten Claudia Vogel und Anke Arndt mit ihren wunderschönen Weihnachtsliedern, begleitet von Friedhelm Radwe am Klavier. Sie verzauberten die Zuhörer auch mit Tiroler Bergliedern oder „Maria durch ein Dornwald ging“.

Nach den guten Wünschen der 1. Vorsitzenden Anette Lehmbeck für das Weihnachtsfest und das Neue Jahr sangen alle zum Abschluss gemeinsam „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit.“

M.Riedel

Gemeinsame Pflanzaktion im Landfrauengarten

Mit großem Eifer waren kürzlich 10 Frauen der LandFrauenvereine Pattensen, Stelle und Winsen im Garten der LandFrauen in Winsen aktiv. Auch der Kreisverband Harburg war durch Angelika Meyer sehr gut vertreten.

Es wurde Laub geharkt, Büsche beschnitten und 500 Blumenzwiebeln gesetzt. Vielen Dank an alle fleißigen "Bienen", auch im Namen  der Kreisvorsitzenden Karin Plate.

M.Riedel

Landfrauen im Seniorenheim Bethesda

Wie in jedem Jahr veranstaltete die Volkstanzgruppe im Landfrauenverein Winsen am 27.10.2012 wieder einen bunten Nachmittag im Seniorenheim Bethesda. Landfrauen aus dem Verein hatten Kuchen und Torten gebacken, die nicht nur toll aussahen, sondern den Senioren auch wunderbar schmeckten. Bei der Vorführung von Tänzen, dem Vorlesen von Geschichten auf Platt und dem gemeinsamen Singen von Liedern verging der Nachmittag wie im Flug. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung wieder von Herrn Alfred Evers-Fischer auf dem Akkordeon.

G. Neubauer

Kollekte für Hand in Hand

LandFrauenverein Winsen feierte Erntedankfest in der Stadthalle

Mit einem feierlichen Gottesdienst, gehalten von Pastor Semkat aus Pattensen, feierten jetzt rund 150 Landfrauen vom LandFrauenverein Winsen das Erntedankfest in der Winsener Stadthalle, um Gott für die Gaben der Ernte zu danken. Vorsitzende Anette Lehmbeck überreichte Pastor Semkat in diesem Rahmen eine Spende in Höhe von 50 Euro für die St.-Gertrud-Stiftung in Pattensen. Bei der anschließenden Kollekte kamen insgesamt 335 Euro zusammen, die der Arbeitsgemeinschaft Hand in Hand im Landkreis Harburg gespendet werden. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung gestalteten die Roydorfer Bläser.

Zur Veranstaltung konnte Anette Lehmbeck auch die Ehrenvorsitzende Annemarie Sporleder begrüßen. Für das Schmücken des Altars und die Gabenlieferung zeichneten Briegitte Lindner, Irmgard Marben, Birga Peters, Rosi Pfennigstorf, Jutta Rapold, Margret Riedel und Ingrid Schneemann verantwortlich. Die Blumen stellten Anette Rabeler und Herta Scheerer zur Verfügung.

"Wenn wir lesen, dass fast die Hälfte unserer Lebensmittel - bis zu 20 Millionen Tonnen pro Jahr allein in Deutschland - im Müll landet, dann hat das mit fehlender und verweigerter Wertschätzung nicht nur der Gabe, sondern auch des Gebers aller guten Gaben zu tun", stellte Pastor Semkat in seiner Predigt fest. "Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird, denn es wird geheiligt durch das Wort und das Gebet."

Im Anschluss an die Predigt saß man bei einem gemütlichen Abendessen zusammen und schaute Bilder von der Schottland-Reise an, die 51 Landfrauen im August miteinander unternommen hatten und die sie von Edinburgh bis zu den Highlands führte.

Gabriele Hülskämper (Winsener Anzeiger)

Dahlienfest 2012

Am 23.09.2012 war in den Luhegärten wieder Dahlientag. Auch der LandFrauenverein Winsen hatte aus diesem Anlass einen Informationsstand im Landfrauengarten aufgebaut. Weil in diesem Jahr das Motto des Dahlientages „Mexiko“ hieß, gab es als Imbiss statt der beliebten Kürbissuppe einen mexikanischen Bohneneintopf, der so gut schmeckte, dass er schon innerhalb weniger Stunden ausverkauft war.

G. Neubauer

Von Edinburgh bis zu den Highlands – Landfrauenreise 2012

Unvergesslich wird den 51 Mitreisenden die diesjährige Reise unseres Vereins nach Schottland bleiben.

Mit dem Bus des Reiseunternehmens Anker aus Lüneburg fuhren wir am 20. 08. 2012 zunächst nach Rotterdam zu einer Minikreuzfahrt mit der Fähre „Pride of Rotterdam“ ins englische Kingston upon Hull. Angekommen in England ging es über Hull in Richtung Leeds und dann weiter nach Norden. 10 km nördlich der englisch-schottischen Grenze besichtigten wir Jedburgh mit seiner wunderschönen Ruine eines Augustinerklosters aus dem 12. Jahrhundert.

Abends erreichten wir Edinburgh. Die Stadt ist nach Glasgow diezweitgrößte Stadt Schottlands und zugleich Hauptstadt von Schottland. Sie liegt am Firth of Forth, einem Meeresarm an der Ostküste Schottlands. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen das Edinburgh Castle, der Palace of Holyroodhouse, die National Gallery of Scotland und die National Museums of Scotland. Nach einer Stadtrundfahrt besichtigten wir das Castle und staunten in der Royal Mile über die vielen Künstler, die anlässlich des Edinburgh Festival Fringe auf den Straßen und Plätzen auftraten. Abends erlebten wir dann den Höhepunkt unserer Reise, das Edinburgh MilitaryTattoo auf dem Platz vor dem Edinburgh Castle. Es ist das größte Musikfestival Schottlands und findet seit 1950 jedes Jahr im August statt. Unvergesslich war der Auftritt der Dudelsackspieler und Trommler der Massed Pipes and Drums, der Tänzer der Highland Spring Dancers und des Lone Pipers, der auf den Zinnen der Burg zum Gedenken an die Gefallenen der Britischen Armee spielte.

Von Edinburgh fuhren wir weiter Richtung Norden durch die wunderschöne Landschaft der Grampian Mountains nach Ballater, einem hübschen Ort am Fluss Dee. Die nächsten zwei Tage verbrachten wir in Nethy Bridge mitten im schönen Nationalpark Cairngorm. Sehr interessant und lehrreich war der Besuch der Whiskybrennerei Glenlivet in Speyside, der ersten Brennerei seit 1823 mit einer Brennlizenz. Wie bewegend die Geschichte Schottlands war, erfuhren wir im Culloden Moorin der Nähe von Inverness. Hier fand im April 1746 die Schlacht der englischen Regierungstruppen gegen aufständische schottischen Clans und Jakobiten statt, die mit einem Sieg der Engländer endete.

Unsere Rückreise aus Schottland verlief mit einem Stop an der Ruine des Urquart Castle entlang des Kaledonischen Kanals, der die Ost- und Westküste Schottlands verbindet und durch verschiedene Seen, wie Loch Ness und Loch Lochy, verläuft. Letztes Ziel unserer Reise war Glasgow, die größte Stadt Schottlands. Eine kurze Stadtrundfahrt und eine Außenbesichtigung der Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert beendeten den Tag. Gretna Green, ein Hochzeitsort an der Grenze zu England, war letzter Halt in Schottland, bevor es wieder nach Hull ging. Ausgeruht erreichten wir am anderen Morgen Zeebrügge und kamen abends wohlbehalten wieder in Winsen an.

G. Neubauer

Run for Help 2012

Auch in diesem Jahr beteiligte sich unser LFV wieder beim Run for Help in Winsen mit einem großen Kuchenbüfett zugunsten der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG).

Radtour nach Fliegenberg

Die diesjährige Fahrradtour führte  46 unternehmungsfreudige Landfrauen von Winsen nach Fliegenberg zu einer Betriebsbesichtigung bei Gudrun und Reinhard Speer.
In den Hallen duftete es nach frischem Heu und Kräutern, denn der landwirtschaftliche Familienbetrieb hat sich auf hochwertige Produkte für die Kleintierhaltung spezialisiert und reichert das überwiegend hofeigene Heu mit Kräutern und Früchten an. Den Damen wurden die Abläufe und Logistik des Hofes auf anschauliche und eindrucksvolle Weise nahegebracht.
Nach dem Kaffeetrinken und einem Dankeschön für die Gastfreundschaft der Familie Speer ging es weiter mit dem Rad durch Wiesen und Felder in Richtung Winsen. Mit einem gemeinsamen Abendessen im Lim's ließen wir diesen schönen Tag ausklingen.
M. Riedel

Bustour in unser Nachbarland Schleswig-Holstein

Kiel und Umgebung war Ziel eines Tagesausflugs, den der LandFrauenverein Winsen im Juli unternahm.
Mit dem Bus ging es zunächst in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel. Dort begleitete uns ein Stadtführer und zeigte uns auf äußerst unterhaltsame und informative Weise die wichtigsten Attraktionen der Fördestadt. Auf unserer Rundfahrt lernten wir alte und moderne Architektur kennen, warfen einen Blick auf die HDW-Werft mit ihrem imposanten Portalkran und fuhren am Fähr- und Kreuzfahrthafen entlang der Uferpromenade bis zum Nord-Ostseekanal und zur Holtenauer Schleuse.
Mit der Fähre überquerten wir den Kanal und kehrten zum Mittagessen in die Villa Hoheneck ein, von der man einen wunderbaren Blick auf den Kanal hat. Danach war unser nächstes Ziel das Ostseebad Schönberg. Hier befindet sich das Kindheitsmuseum Schönberg, in dem die Kindheit und ihre Veränderung und Entwicklung ab 1890 anhand von Exponaten und Dokumentationen anschaulich dargestellt wird. Es war sehr beeindruckend, welche Vielzahl von Ausstellungsgegenständen die ehrenamtlichen Mitglieder des Trägervereins im Laufe der Zeit zusammengetragen hatten und mit welchem Enthusiasmus sie ihr Wissen an die Besucher vermittelten. Letzte Station unserer Tagesreise war dann die Straußenfarm in Hohenfelde an der Ostsee. In einem anschaulichen und kurzweiligen Vortrag vom Eigentümer erfuhren wir Wissenswertes über die größten Laufvögel der Welt und hatten dann Gelegenheit, in den Gehegen die Tiere zu beobachten, die Entwicklung vom Ei bis zum ausgewachsenen Vogel zu sehen und natürlich auch die kleinen stachligen Küken zu berühren. Weil unser erfahrener Busfahrer keine Lust auf den Stau auf der Autobahn hatte, kamen wir zum Ende unserer kleinen Reise noch in den Genuss eines kurzen Stops auf Gut Panker und einer Fahrt durch die wunderschöne Landschaft der holsteinischen Schweiz. Ein toller, erlebnisreicher Tag – es hätte nur etwas weniger regnen können - oder gar nicht.
G. Neubauer